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04.Juni 2018
Digitalisierungsprojekte effektiv realisieren

Digitalisierung ist der ökonomische Megatrend unserer Zeit. Vier der fünf wertvollsten Unternehmen der Welt (Apple, Alphabet/Google, Amazon, Facebook) kommen aus der Digitalwirtschaft; das fünfte ist Microsoft. Überall werden Digitalisierungsprojekte und -programme aufgesetzt und mit hohem Ressourceneinsatz sowie größter Aufmerksamkeit des Top-Managements vorangetrieben. Dafür wird in vielen Unternehmen extra die Position des Chief Digital Officers neu geschaffen.

Doch auch bei der Digitalisierung garantiert maximale Aktivität nicht gleich maximalen Erfolg. Zu groß ist die Versuchung, schnell vorzeigbare Ergebnisse zu produzieren, indem man die Konzepte nicht aus der Kundenperspektive, sondern mit dem Fokus auf die Technik entwirft. Frei nach dem Motto „das iPhone hat vor seiner Erfindung auch niemand vermisst“ werden technisch neue, funktionierende Lösungen entwickelt, für die sich das entsprechende Kundenproblem dann schon finden wird.
Oder eben auch nicht. Denn die Wahrscheinlichkeit, angebotsgetrieben eine am Markt erfolgreiche Innovation hervorzubringen, ist eher gering.


Wesentlich erfolgversprechender sind unserer Erfahrung nach Digitalisierungsansätze, die drei wesentliche Merkmale aufweisen:


·   Der Kundennutzen steht im Mittelpunkt.
Konzepte wie Customer Experience Management und Customer Journey Mapping stammen aus der Digitalwirtschaft. Online-Pioniere wie Amazon, PayPal, Airbnb und Netflix haben durch ihre konsequente Ausrichtung am Kundenerlebnis Standards gesetzt, die nun auch von anderen Anbietern erwartet werden. In diesem Umfeld mit seinen neuen Ansätzen und Instrumenten erscheint es geradezu zwingend, Innovation aus Kunden- bzw. Anwendersicht zu konzipieren.

 

·   Ein realistischer Business Case belegt die Wirtschaftlichkeit.
Spürbarer Kundennutzen ist eine zwingende Erfolgsvoraussetzung für Digitalisierungsansätze, reicht für sich allein genommen aber nicht aus. Spätestens wenn beispielsweise der Kunde zwar Mehrwert erhält, aber nicht zur Zahlung dafür bereit ist oder eine kritische Mindestzahl von Kunden die Voraussetzung zur Erreichung erforderlicher Netzwerkeffekte darstellt, sollte der Business Case in den Fokus rücken. Nur wenn hier überzeugende Fakten und glaubhafte Annahmen ein realistisches betriebswirtschaftliches Konzept untermauern, sollte man das anliegende Thema weiterbearbeiten.

·   Das Realisierungsprojekt wird konsequent gesteuert.
Im letzten Schritt muss das Digitalisierungsprojekt dann erfolgreich umgesetzt werden. Agile bzw. hybride Methoden bieten hierfür neue, flexible Möglichkeiten des Projektmanagements, die erst seit Kurzem außerhalb der IT wertstiftend eingesetzt werden. Diese Ansätze liefern oft schnelle und gute Ergebnisse, sind aber vergleichsweise ressourcenintensiv. Umso wichtiger ist es, den Projektaufwand kontinuierlich ins Verhältnis zum inhaltlichen Projektfortschritt zu setzen und effektive Controllingmethoden zu implementieren. Mit diversen Instrumenten zur Aufwandsschätzung (z.B. Planning Poker) und zur Nachverfolgung des Ressourcenverbrauchs (Burndown-Analysen) liefert der agile Ansatz hierfür hervorragendes, operativ bewährtes Rüstzeug.


Die umfassende Berücksichtigung der drei genannten Aspekte verbessert die Erfolgsaussichten konkreter Digitalisierungsvorhaben deutlich. Auch wenn anfangs mehr Zeit und Ressourcen in einen sorgfältigen Projektaufsatz gesteckt werden müssen als bei einem unmittelbaren Einstieg in die Projektarbeit, so zahlt sich dies später in jedem Fall wieder aus.


Agile Methoden beinhalten zwar bereits die Erkenntnis, dass manche Fehler nicht vermeidbar sein werden. Wichtig ist allerdings, dass man diese Fehler analysiert und aus ihnen lernt, um zukünftige Projekte zu verbessern. Der Dreiklang aus gezieltem Kundenfokus, tragfähigem Business Case und systematisch gesteuerter Umsetzung ist eine solche Lernerfahrung, die gezielt genutzt werden sollte.


Bildquelle Titelbild: Wachiwit - istockphoto.com




 
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Digitalisierungsprojekte effektiv realisieren

Digitalisierung ist der ökonomische Megatrend unserer Zeit. Vier der fünf wertvollsten Unternehmen der Welt (Apple, Alphabet/Google, Amazon, Facebook) kommen aus der Digitalwirtschaft; das fünfte ist Microsoft. Überall werden Digitalisierungsprojekte und -programme aufgesetzt und mit hohem Ressourceneinsatz sowie größter Aufmerksamkeit des Top-Managements vorangetrieben. Dafür wird in vielen Unternehmen extra die Position des Chief Digital Officers neu geschaffen.

Doch auch bei der Digitalisierung garantiert maximale Aktivität nicht gleich maximalen Erfolg. Zu groß ist die Versuchung, schnell vorzeigbare Ergebnisse zu produzieren, indem man die Konzepte nicht aus der Kundenperspektive, sondern mit dem Fokus auf die Technik entwirft. Frei nach dem Motto „das iPhone hat vor seiner Erfindung auch niemand vermisst“ werden technisch neue, funktionierende Lösungen entwickelt, für die sich das entsprechende Kundenproblem dann schon finden wird.
Oder eben auch nicht. Denn die Wahrscheinlichkeit, angebotsgetrieben eine am Markt erfolgreiche Innovation hervorzubringen, ist eher gering.


Wesentlich erfolgversprechender sind unserer Erfahrung nach Digitalisierungsansätze, die drei wesentliche Merkmale aufweisen:


·   Der Kundennutzen steht im Mittelpunkt.
Konzepte wie Customer Experience Management und Customer Journey Mapping stammen aus der Digitalwirtschaft. Online-Pioniere wie Amazon, PayPal, Airbnb und Netflix haben durch ihre konsequente Ausrichtung am Kundenerlebnis Standards gesetzt, die nun auch von anderen Anbietern erwartet werden. In diesem Umfeld mit seinen neuen Ansätzen und Instrumenten erscheint es geradezu zwingend, Innovation aus Kunden- bzw. Anwendersicht zu konzipieren.

 

·   Ein realistischer Business Case belegt die Wirtschaftlichkeit.
Spürbarer Kundennutzen ist eine zwingende Erfolgsvoraussetzung für Digitalisierungsansätze, reicht für sich allein genommen aber nicht aus. Spätestens wenn beispielsweise der Kunde zwar Mehrwert erhält, aber nicht zur Zahlung dafür bereit ist oder eine kritische Mindestzahl von Kunden die Voraussetzung zur Erreichung erforderlicher Netzwerkeffekte darstellt, sollte der Business Case in den Fokus rücken. Nur wenn hier überzeugende Fakten und glaubhafte Annahmen ein realistisches betriebswirtschaftliches Konzept untermauern, sollte man das anliegende Thema weiterbearbeiten.

·   Das Realisierungsprojekt wird konsequent gesteuert.
Im letzten Schritt muss das Digitalisierungsprojekt dann erfolgreich umgesetzt werden. Agile bzw. hybride Methoden bieten hierfür neue, flexible Möglichkeiten des Projektmanagements, die erst seit Kurzem außerhalb der IT wertstiftend eingesetzt werden. Diese Ansätze liefern oft schnelle und gute Ergebnisse, sind aber vergleichsweise ressourcenintensiv. Umso wichtiger ist es, den Projektaufwand kontinuierlich ins Verhältnis zum inhaltlichen Projektfortschritt zu setzen und effektive Controllingmethoden zu implementieren. Mit diversen Instrumenten zur Aufwandsschätzung (z.B. Planning Poker) und zur Nachverfolgung des Ressourcenverbrauchs (Burndown-Analysen) liefert der agile Ansatz hierfür hervorragendes, operativ bewährtes Rüstzeug.


Die umfassende Berücksichtigung der drei genannten Aspekte verbessert die Erfolgsaussichten konkreter Digitalisierungsvorhaben deutlich. Auch wenn anfangs mehr Zeit und Ressourcen in einen sorgfältigen Projektaufsatz gesteckt werden müssen als bei einem unmittelbaren Einstieg in die Projektarbeit, so zahlt sich dies später in jedem Fall wieder aus.


Agile Methoden beinhalten zwar bereits die Erkenntnis, dass manche Fehler nicht vermeidbar sein werden. Wichtig ist allerdings, dass man diese Fehler analysiert und aus ihnen lernt, um zukünftige Projekte zu verbessern. Der Dreiklang aus gezieltem Kundenfokus, tragfähigem Business Case und systematisch gesteuerter Umsetzung ist eine solche Lernerfahrung, die gezielt genutzt werden sollte.


Bildquelle Titelbild: Wachiwit - istockphoto.com